05. Juli 2013
Besenbinden, Sensedengeln und Wellenmachen
Benedikt Kürner aus St. Peter zeigt das Handwerk des Besenbindens.
Wichtiges Material sind die biegsamen Zweige der Birke. Mit diesem Besen kann man nicht nur vor der eigenen Türe kehren. Ein alter Spruch heißt:
Herbst und Winter werden kommen, Blätter und Schnee auch, wer ein Birkenbesen hat genommen fegt nach altem Brauch.
Oskar Hummel aus St. Peter zeigt, wie eine Sense gedengelt wird.
Hier wird mit einem Hammer auf einen Amboss geklopft, um die zu dick gewordene Schneide wieder scharf zu machen. Damit bekam die Sense eine längere Standzeit bei der Arbeit und musste danach auf dem Feld nur noch mit dem Wetzstein nachgeschärft werden.
Josef Ketterer führt das Wellenmachen vor.
Wellen nennt man Bündel aus getrockneten Reisig und Holz, die auf einem Wellenbock hergestellt werden, indem man die Bündel stramm zusammenbindet (früher mit Weiden, heute mit Draht). Sie wurden und werden auch heute noch als Brennmaterial für Kachel- oder Backöfen genutzt.